Die Wahl ist ein demokratisches Grundrecht – es gilt, wahrgenommen zu werden!

Die Europäische Union (EU) ist ein Staatenverbund mit heute 28 Mitgliedstaaten in Europa.
Vom 22. bis 25. Mai 2014 wählen die Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union zum achten Mal das Europäische Parlament. In der Bundesrepublik Deutschland findet die Wahl am Sonntag, dem 25. Mai 2014, statt.

Als Kind des kalten Krieges und mit einer Jugend im Schatten der Berliner Mauer habe ich eine tolle Erfahrung gemacht. Seit dem Ende der deutschen Teilung ging es meiner Generation immer besser, nicht nur materiell. Der gesellschaftliche Fortschritt in einer so kurzen Zeit ist eigentlich das Beste. Anstelle von totalitärem Denken trat der Dialog, statt das Recht des Stärkeren die Stärke des Rechts. Im Verhältnis Mann Frau, zwischen Eltern und Kindern, Arbeitgebern und Arbeitnehmern, Bürgern und Staat, ja sogar zwischen den Staaten ist das Miteinander dem Gegeneinander gewichen.

Anicht der Berliner Mauer - Bernauer Strasse Ecke Eberswalder Strasse
Eine Berliner Ecke im Wandel der Zeit: Bernauer Strasse Ecke Eberswalder Strasse. Die Fotocollage mit Bildern aus dem Jahren 1970, 1986, 1989 und 2010 veranschaulicht gut, wie sehr sich diese Ecke von Berlin verändert hat. ©hauptstadtkultur.de

Unser Zusammenleben gründet auf Respekt, Verhandlung und Ausgleich der Interessen. Diese Werte wuchsen nicht allein auf deutschem Boden. Es sind gemeinsame Errungenschaften der EU, beginnend bei den Franzosen bis hin zu den Russen, die Deutschland einst die Hand der Versöhnung reichten – über alle Kriegsgräber hinweg.

Wir EU-Bürger werden von vielen Menschen in der Welt darum beneidet. Das gerät leicht in Vergessenheit, wenn es wieder einmal um die viel gescholtene Bürokratie in Brüssel geht. Aber dieser gesellschaftliche Fortschritt, der für Viele bisher so selbstverständlich war, ist in Gefahr. Internet-Konzerne untergraben unsere Persönlichkeitsrechte, multinationale Großkonzerne spielen Staaten gegeneinander aus und in der Ukraine erleben wir alle derzeit, wie Völkerrecht gebrochen und Abstimmungen mit Kalaschnikows erzwungen werden. Als Kind des kalten Krieges habe ich verstanden: Gesellschaftlicher Fortschritt im Verhältnis der Menschen wie der Völker untereinander – der fällt nicht vom Himmel.

Ohne sich einzumischen und ohne das bei uns freie Wahlrecht auch auszuüben, ändert sich nichts. Und außerdem möchte ich nicht, dass am Ende die totalitären Geister triumphieren, die uns EU-Bürger wegen unserer Wahlmüdigkeit als schlapp und willenlos diffamieren. Ergo: Misch Dich ein und gib‘ Deine Stimme für Europa – Europawahl am 25.Mai 2014!

+++ Europawahl +++

Autor: Orlando Mittmann

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  • Camalengo Diavoli

    Gerade der obere Teil des Bildes sollte viele Jammerlappen und Egoisten zum Nachdenken bewegen – hätten sich all diese Leute damals nicht entschieden, also GEWÄHLT, sich an den Protesten und Demonstrationen zu beteiligen, hätte die Diktatur in der DDR noch einige Jahre länger existiert.

    Die EU ist notwendig, um irgendwann einmal einen gemeinsam „Standard“ für ganz Europa zu schaffen – ein langer, harter Weg, aber notwendig.

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